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Analytics / Google Analytics

9 “Must have” Google Analytics Filter

 

Dank den umfangreichen Filtern in Google Analytics können die Daten strukturiert und optimiert werden. Google Analytics sammelt alle Daten, die wir an Google Analytics per Tracking-Code und weiteren Funktionen übermitteln. Dabei wird nicht geprüft, ob diese Daten korrekt formatiert sind oder ob diese überhaupt relevant für Datenanalysen sind. Mit den Filtern in Google Analytics haben wir Anwender die Möglichkeit, die Daten in Google Analytics zu filtern. Aber nicht nur filtern ist möglich, sondern auch die Daten zu formatieren und zu vereinheitlichen, um so aussagekräftigere Analysen umsetzten zu können.

In diesem Beitrag zeige ich dir 9 “Must have” Google Analytics Filter.

IP Filter

Der IP Filter gehört zu den meist eingesetzten Filtern in Google Analytics. Mit dem IP Filter können die Daten des eigenen Unternehmens, der eigenen Agentur oder allfälligen Partneragenturen ausgeschlossen werden. Dadurch verfälscht es nicht die Auswertungen mit den Besuchsdaten der eigenen Mitarbeitern oder Partnern.

IP-Filter

Mehrere IP-Adressen, welche nicht fortlaufend sind, können mittels “|” eingefügt werden.

Mehrere IPs im Filter

Anmerkung: Diesen Filter nur einsetzten, wenn du sicher bist, dass du bzw. das Unternehmen eine eigene und statische IP Adresse haben. Bist du privat im Web unterwegs über einen Telekomprovider, so wirst du meist keine eigene IP Adresse haben.

IP Range Filter

Wie beim IP Filter oben besteht auch die Möglichkeit, einen Range von IP Adressen zu filtern. Dies ist beispielsweise bei grösseren Unternehmen sinnvoll, welche über eine Vielzahl von IP Adressen verfügen. Der Ausschluss des IP Ranges muss im RegEx Format eingefügt werden. Wer, wie ich, dem RegEx Format nicht mächtig ist, kann mit dem kostenlosen Tool IP Range Regular Expression Builder den Range erstellen lassen.

IP Range Filter

Eigener Hostname

Trotz der Möglichkeit, in den Property-Einstellungen, Spam-Bots und Spam-Traffic auszuschliessen, wirst du in den Referrals immer wieder Spam-Traffic finden. Wenn du dabei als sekundäre Dimension den Hostnamen einblendest, stellst du fest, dass der Hostname nicht die eigene Domain ist. Mit diesem Filter kannst du einen Grossteil von Spam-Traffic eliminieren. Und dies wiederum gibt dir eine höhere Qualität deiner Auswertungen.

Komplette URL darstellen

Normale werden in den Reports lediglich die Unterseiten dargestellt. So wird die Startseite optimaler Weise mit “/” dargestellt. Also ohne der eigentlichen Domain bzw. Subdomain. Vor allem bei Installationen mit Subdomains und dem Cross Domain Tracking ist dieser Filter ein absolutes muss. So werden in den Reports die komplette URL dargestellt.

Komplette URL darstellen

Kleinschreibung von Kampagnen-Daten

Wenn du Kampagnen mittels den UTM-Parametern trackst, so werden die Daten eins zu eins, wie diese in den Parametern stehen in Google Analytics integriert. Meist ist es so, dass die Parameter je nach Mitarbeiter und Agentur Gross- oder Kleingeschrieben werden. Da Google Analytics die Gross- und Kleinschreibung berücksichtig, werden die Daten aus den Parametern doppelt aufgeführt. So ist für Google Analytics Facebook und facebook zwei unterschiedliche Quellen. Noch mehr Unheil kommt mit den Kampagnenbezeichnungen.

Daher ist dieser Filter unbedingt zu erstellen, damit du die Marketingmassnahmen besser und effizienter auswerten kannst.

Kampagnendaten klein schreiben

Neben dem Kampagnennamen können auch

  • Kampagnenquellen (Source)
  • Kampagnenmedium (Medium)
  • Kampagnencontent (Content)
  • Kampagnenbegriff (Term)

als Kleinschreibung hinzugefügt werden.

Suchen und Ersetzen

Mittels der Filtermöglichkeit “Suchen und ersetzten” kannst du nach bestimmten Daten suchen und diese durch neue ersetzen.

So können beispielsweise bei den Kampagnenparameter Medium die Schreibweise angepasst werden. Ein weit verbreiteter Fehler ist, dass das Medium email mit unterschiedlichen Schreibweisen daherkommt. So unterscheidet Google Analytics nicht nur die Gross- und Kleinschreibung, sondern auch weitere Zeichen, wie beispielsweise e-mail und email. Mit dem Filter “Suchen und Ersetzten” können diese Daten angeglichen werden.

Filter Suchen und Ersetzten

Neben den Kampagnendaten können auch weitere Daten aus Google Analytics ersetzt werden. Hat dein Unternehmen mehrere Domains (pro Land) mit der identischen Inhaltsnavigation, so kann die Länder-URL ersetzt werden, um über alle Domains eine Auswertung machen zu können.

URL kürzen

Dieser Filter ist zwar nicht unbedingt zwingend, kann aber die Daten kosmetisch verschönern. So gibt es immer wieder Website-Installationen unter eine Ordner, beispielsweise /wordpress/ oder /cms/. Mit Suchen und Ersetzten kannst du diese Ordner durch “/” ersetzten und die Daten kosmetisch verschönern.

Filter URL kürzen

Datenansichten filtern

Neben all den Filtern zur Optimierung der Datenbestände in Google Analytics und das vereinfachen von Auswertungen kannst du mit den Filtern auch unterschiedliche Datenansichten generieren. So kannst du pro Land eine eigene Datenansicht erstellen, so dass das jeweilige Team nur auf die Daten des eigenen Landes zugriff hat und basierend auf diesen Daten Entscheidungen treffen kann. Natürlich können die Datenansichten nach weiteren Kriterien gefiltert werden. Beispielsweise der Traffic von einer gezielten Marketingkampagne, auf die die Werbeagentur Zugriff bekommt. Oder der Zugriff über Smartphones, Tablets oder gewissen Medien, wie CPC, Social oder Display.

Filter Datenansicht

Nur Subdomain-Daten anzeigen

Hat die Unternehmensseite einen eigenen Blog, und dieser läuft auf einer Subdomain, so kannst du mittels Filter nur die Daten der Subdomain anzeigen lassen. Dadurch kannst du und das Content Marketing Team aussagekräftige Auswertungen erstellen, ohne den gesamten Traffic zu analysieren.

Filter Subdomain

Filter bei anderen Datenansichten übernehmen

Hast du mehrere Datenansichten, und willst die erstellten Filter übernehmen, so kannst du statt einen neuen Filter, einen vorhandenen Filter anwenden. Gehe dazu auf deine Datenansicht, auf der du noch keine oder nicht alle Filter integriert hast. Mit “Filter hinzufügen” und “vorhandenen Filter” kannst du vorhandene Filter aus anderen Datenansichten in der jeweiligen Property übernehmen.

Vorhandene Filter übernehmen

Filterreihenfolge zuweisen

Es gibt Filter, die müssen in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden, damit diese richtig funktionieren. So muss bei Kampagnendaten zuerst alles Kleingeschrieben werden, bevor es umbenannt werden kann. Beispielsweise beim Medium “E-Mail”. Dies muss zuerst klein geschrieben und anschliessend umformatiert werden.

Filter Reihenfolge

Mit den Filtermöglichkeiten kannst du eine Vielzahl von Szenarien abdecken und deine Daten optimal strukturieren. Auch eigene Dimensionen in Google Analytics kannst du mittels Filter optimieren.

Solltest du Fragen oder Anmerkungen haben, dann schreib es in die Kommentare.

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