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Google Analytics

Google Analytics Setup richtig machen

Google Analytics gehört zu den meistverbreiteten Webtracking Tools. Rund 70% aller Websites haben gemäss Builtwhit Google Analytics im Einsatz. Zudem ist die Community rund um Google Analytics enorm. Anwender von Google Analytics bekommen in unterschiedlichen Foren, Blogs und Videos eine Vielzahl von Tipps und Hilfestellungen. Und trotzdem ist in vielen Fällen Google Analytics nicht korrekt und nur unvollständig integriert.In diesem Beitrag zeige ich auf, was man bei der Integration von Google Analytics beachten muss. Dies kannst du als Checkliste zur Hilfe nehmen, wenn du Google Analytics integrieren musst. Oder du kannst die Liste zur Hand nehmen, um zu überprüfen, ob eine bestehende Installation korrekt implementiert ist. Am Ende des Beitrags findest du noch eine kostenlose Checkliste zum herunterladen.

Tracking Code an der richtigen Stelle einbinden

Wenn du ein neues Google Analytics Konto oder eine neue Property erstellst, dann sagt dir Google bereits, wo auf der Website der Tracking Code integriert werden muss. Achte darauf, dass der Code an der richtigen Stelle und auf jeder deiner Seiten implementiert ist. Bei WordPress beispielsweise muss der Tracking Code in die Datei header.php integriert werden. Dabei wird er auf jeder Seite geladen.

Noch besser ist es jedoch, den Tracking Code mittels dem Google Tag Manager auf der Website einzubinden. Dadurch hast du bei der späteren Konfiguration von Google Analytics bedeutend mehr Möglichkeiten und kannst das Potential von Google Analytics umfangreich nutzen. Eine Anleitung zur Einrichtung des Google Tag Managers findest du hier.

Backup der Daten erstellen

Die Organisation in Google Analytics ist relativ einfach organisiert. Ein Account kann mehrere Konten haben. Ein Konto kann mehrere Propertys haben. Dabei sind Propertys die einzelnen Websites. Hat dein Unternehmen vier Websites, so müssen vier Propertys erstellt werden, um jede Website einzelnen zu tracken. Selbstverständlich können alle Websites auch mit der selben Property getrackt werden. Dazu muss jedoch das Cross Domain Tracking aktiviert und integriert sein. Dazu aber mehr in einem späteren Beitrag.

Und jede Property kann mehrere Datenansichten haben. Wenn du Einstellungen an den Filtern, Segmenten, Channel Gruppierung etc. vornimmst, so sind diese immer auf der Ebene Datenansicht. Du kannst einfach mittels „Neue Datenansicht erstellen“ eine weitere Datenansicht eröffnen. Bei der ab dem Zeitpunkt der Erstellung die Trackingdaten aus der jeweiligen Property reinlaufen. Hast du eine Property erstellt, so hast du automatisch die Datenansicht „alle Websitedaten“. Ich erstelle jeweils noch weitere Ansichten, insbesondere eine Backup Ansicht. Dabei erstelle ich eine neue Datenansicht und nenne diese Backup oder auch Raw Data. An diese Datenansicht verändere ich nichts. Diese Ansicht dient mir dazu, als Backup zu fungieren, sollte ich in einer produktiven Datenansicht einen Fehler gemacht haben, den man nicht mehr so einfach Rückgängig machen kann.

Verbinde Google Analytics mit Google AdWords und der Search Console

Bei den Einstellungen der Propertys können die Verknüpfungen zu Google AdWords und der Search Console (ehemals Webmastertool) hergestellt werden. Der Vorteil dieser Verknüpfungen ist, dass die bei Google AdWords die Kampagnen direkt in Google Analytics dargestellt und so die Erfolgsmessung noch besser durchgeführt werden kann. Zudem kann dank der Verknüpfung in Google Analytics Zielgruppen erstellt werden, welche in Google AdWords als Remarketing-Listen verwendet werden können.

Bei der Verknüpfung mit der Search Console erhältst du mehr Informationen über organische Suchabfragen. Während Google Analytics ohne Verknüpfung zur Search Console die organischen Suchabfragen grösstenteils mit [not set] ausweist, erhältst du bei einem Verknüpften Account mehr Informationen. So siehst du, bei welchen Suchabfragen deine Website angezeigt und wie oft dabei auf das Suchresultat geklickt wurde.

Aktiviere die demografischen Angaben

Gehe in Google Analytics unter Zielgruppe auf „demografische Merkmale“. Bei deinem ersten Besuch musst du das Tracking der demografischen Angaben aktivieren. So bekommst du künftig mehr Informationen über deine Websitebesucher, wie beispielsweise das Alter, Geschlecht und allfällige Interessen.

Mit diesen Informationen kannst beispielsweise neue Zielgruppen erstellen, welche du als Remarketing-Listen in Google AdWords einsetzten kannst. So kannst du beispielsweise bestimmen, dass alle Nutzer, welche die Seite xy besucht haben und zwischen 45 und 55 Jahren sind, per Remarketing im Google Display Netzwerk einen bestimmte Anzeige eingeblendet erhalten.

Tracke Events auf der Website

Beim Standart Setup von Google Analytics werden nur die Seitenbesuche gemessen. Beim Klick auf eine neue Seite wird diese entsprechend erfasst und in Google Analytics ausgeben. Klickt ein Nutzer jedoch innerhalb der Seite auf einen externen Link, auf einen Download-Button, auf den Playbutton eines Videos etc., so wird dies nicht als Interaktion von Google Analytics gemessen. Mit dem Event-Tracking kannst du eine Vielzahl von Interaktionen, sogenannten Events, messen. Daher empfehle ich, unbedingt den Google Tag Manager einzurichten, um das Event-Tracking zu integrieren. Ich habe bereits einige Tutorials zum Thema Event-Tracking im Google Tag Manager geschrieben. Schau rein und lass dich inspirieren.

Mit diesen Events kannst du die für dich relevanten Informationen messen und auswerten.

Erstelle Tracking-Ziele

In Google Analytics können Ziele definiert werden. Diese Ziele können auch als Conversions eingesetzt werden, beispielsweise bei Google AdWords. Die Ziele können unterschiedlich verwendet werden, je nach dem Ziel der Website. Hast du einen Blog und möchtest, dass deine Blogartikel jeweils bis zum Ende gelesen werden, so kannst du ein Ziel erstellen, welches einerseits auf die Besuchsdauer der Seite eingeht, andererseits auf das Scroll-Tracking. Das Scroll-Tracking kannst du als Events erfassten. Ein Tutorial zum Scroll-Tracking habe ich hier geschrieben.

Aber du kannst auch eine bestimmte Seite als Ziel nehmen. Bietest du einen Newsletter an, kannst du die Bestätigungsseite nach der Registrierung als Ziel nehmen. Oder die Anmeldung zu einem Event oder was auch immer.

Arbeite mit Segmenten

Bei der Analyse der Trackingdaten in Google Analytics können bei der richtigen Installation eine Vielzahl von Aussagen über die Nutzer und deren Bedürfnisse gemacht werden. Doch die Nutzer haben unterschiedliche Interessen und Gründe, weshalb sie deine Website besucht haben. Mittels Segmenten kannst du diese entsprechend unterteilen. So hat ein Nutzer, der aufgrund eines Facebook Posts kommt bestimmt eine andere Absicht als ein Nutzer, der über die organische Suche gekommen ist. Doch wie verhalten sich diese zwei Arten von Nutzern? Dies kannst du mittels Segmenten herausfinden. Definiere einzelne Segmente und geh noch tief in die Analyse deiner Website. Du kannst bei den Segmenten auch die demografischen Daten miteinbeziehen. So kannst du sagen, wie sich mobile Nutzer ab 45 Jahren gegenüber den mobilen Nutzern unter 20 Jahren auf der Website verhalten. Und welche Massnahmen umgesetzt werden müssen, um die Nutzergruppen zu den Zielen zu führen.

Filter erstellen

In den Datenansichten hast du die Möglichkeit, Filter anzuwenden. Einer der wichtigsten Filter ist, die eigenen Besucher, also die Mitarbeiter, zu filtern. Ansonsten verfälscht es dir die gesamte Auswertung. Die internen Besucher kannst du mittels IP-Adresse filtern.

Checkliste herunterladen

Einfach deine Email-Adresse eintragen, den Newsletter abonnieren und du bekommst die hilfreiche Checkliste kostenlos per Email zugestellt.

 

Hast du Fragen oder Anmerkungen, dann schreib es in die Kommentare.

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